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Unsere Papageienzucht

 

Nach Ablegung der Sachkundeprüfung, erhielt ich im Jahre 2005, die behördliche Genehmigung nach § 17g des Tierseuchengesetzes, zum Halten und Züchten von Papageien und Sittichen.

Meine aufwendig konstruierte Zuchtanlage soll eine größtmöglich, artgerechte Haltung gewährleisten. (Siehe Bilder) Eine AZ-Mitgliedschaft (Vereinigung für Artenschutz, Vogelhaltung und Vogelzucht) ist für einen seriösen Züchter eine Selbstverständlichkeit. Meine Mitgliedsnummer lautet: 11815.


 

Der Graupapagei

Gattung: Graupapagei (Psittacus)

Beschreibung :
Die Hauptfarbe ist blaßgrau bis gelegentlich dunkelgrau. Graupapageien haben eine weiße Gesichtsmaske die unbefiedert ist. Der Schwanz ist rot, der Schnabel schwarz und die Füße dunkelgrau. Größe: 33 cm

Unterarten :
Kongo-Graupapagei
Timneh-Graupapagei

Verbreitung :
Südost-Elfenbeinküste ostwärts bis West-Kenia und südwärts bis Nord-Angola, Süd-Kongo und Nordwest-Tansania. Afrika ist die Heimat der Graupapageien.

Lebensweise in freier Natur :
In den Wäldern halten sie sich geschützt im Dickicht auf.Tieflandwälder, Savannen mit Baumbestand. Der Flug ist schnell. Rufe bestehen aus Serien lauter Schreie und melodischen Pfeiftöne. Ernärung in freier Wildbahn: bevorzugen Früchte der Ölpalme

Haltung in Menschenobhut :
Generell ist eine Voliere (z.B. 200cm Höhe x 140cm x 140cm zu empfehlen. Der Graupapagei braucht das Gefühl der Sicherheit, d.h. zwei/drei Seiten der Voliere sollten geschlossen sein oder in einer Wandecke stehen. Man sollte regelmäßig frische Zweige anbieten.

Zucht in Menschenobhut :
Brutbeginn bevorzugt ab Mai bei mir bekannten Paaren auch gerne im Oktober.Zur Brutzeit Paar in geschützter Voliere unterbringen und Störungen vermeiden. Das Normalgelege besteht aus 3 bis 4 Eiern. Die Altvögel sind meist empfindlich gegen Nistkastenkontrollen.

Ernährung in Menschenobhut :
Ein ausgewogenes Angebot an Obst, Gemüse, frischen Ästen (Apfel, Weiden), Kalk, Taubengrit, Papageienfuttermischungen , Grünzeug (Vogelmiere,Löwenzahn) und halbreifen Sämereinen aus dem Garten. Verschiedene Obst- und Gemüsesorten, vor allem jedoch Weintrauben, Pfirsiche und Äpfel; halbreifer Mais, Hagebutten, Grünpflanzen. Das Obst gehört zu den Grundnahrungsmitteln des Graupapageien. Mineralien nimmt der Graupapagei durch Anknabbern frischer Zweige, mit Gemüse- und Getreidekost auf.


 


Der Timnehpapagei

Timneh-Graupapagei

Beschreibung:
Der Timnehpapagei ist insgesamt dunkler; Brust und Bauch heller; Unterschwanzdecken mit rötlichem Anflug; Schwanzfedern dunkel rotbraun; Oberschnabel rosahornfarben mit schwärzlichen Seiten; kleiner. Größe 30 cm

Unterarten:
Kongo-Graupapagei
Timneh-Papagei

Verbreitung:

Süd-Guinea, Sierra Leone, Liberia und das äußerste West-Elfenbeinküste.

Lebensraum:
Tieflandwälder, Savannen mit Baumbestand, Savannenwälder und Mangrovengebiete in Küstennähe; meidet menschliche Siedlungen.

Lebensweise:

tagsüber paarweise oder in kleinen Gruppen; sammeln sich gegen Abend auf hohen Palmen oder Laubbäumen an Waldrändern, entlang von Flüssen oder Seen; dort Ansammlung von gelegentlich mehreren hundert Vögeln; verlassen Schlafbäume oft schon vor Sonnenaufgang, um zu Nahrungsplätzen zu fliegen; scheu; in der Regel große Fluchtdistanz; besuchen tagsüber Flüsse und Seen, um an deren Rändern Wasser aufzunehmen; kommen ansonsten nicht auf den Boden; Flug schnell und direkt mit schnellen, regelmäßigen Flügelschlägen; während des Fliegens lärmend und auffallend; bei der Nahrungsaufnahme jedoch leise; Rufe bestehen aus Serien lauter Schreie und melodischen Pfeiftöne; Alarmschrei rau.

Ernährung:
Samen, Nüsse, Früchte, Beeren und Nektar; bevorzugen Früchte der Ölpalme (Elaeis guinensis); fallen gelegentlich in Hirsefelder ein, wo sie z.T. erhebliche Schäden anrichten.

Brutverhalten:
Brutsaison nicht einheitlich; in Uganda und im Kongo von Juli bis September, in Nigeria und Liberia von Dezember bis April; Nesthöhlen in hohen abgestorbenen Bäumen; in einem Fall 30 m über dem Boden; die Nesthöhle war 60 cm tief und der Boden mit Holzmulm ausgepolstert; Gelege 3 bis 4 Eier; Eimaße: 39,4 mm x 31,0 mm.

Menschenobhut:
mittellaute Papageien mit oft sehr scheuem und ängstlichem Wesen; nur 50 % der Vögel werden zahm oder zutraulich; die anderen bleiben zurückhaltend oder schreckhaft; letztere neigen zu Verhaltensstörungen und Gefiederrupfen; verkriechen sich bei Annäherung des Pflegers dann oft in eine Käfigecke; beste Nachahmungsfähigkeit unter den Papageien; viele Vögel besitzen ein Assoziationsvermögen; Badebedürfnis unterschiedlich ausgeprägt; nagen gern; regelmäßig frische Zweige anbieten.

Unterbringung:
ruhige und geschützte Voliere von 2,5 m x 1,5 m x 2 m; im Winter nicht unter 5°C; nur zahme Einzelvögel im geräumigen Käfig mit täglichen Freiflugmöglichkeiten.

Fütterung:
Samengemisch aus Kardi, Sonnenblumenkernen, Paddyreis, Weizen, Hafer, Glanz und verschiedenen Hirsesorten; Kolbenhirse; im Frühjahr und Sommer auch gekeimt; wenige Zirbel- und Erdnüsse; verschiedene Obst- und Gemüsesorten, vor allem jedoch Weintrauben, Feigen, Pfirsiche und Äpfel; halbreifer Mais, Hagebutten, Grünpflanzen (Vogelmiere, Löwenzahn usw.); zur Aufzucht Eifutter, Weißbrot und Biskuit; neigen dazu, sich einseitig zu ernähren und dadurch zu verfetten.

Zucht:

mehrfach gelungen; Brutbeginn bevorzugt ab Mai; zur Brutzeit Paar in geschützter Voliere unterbringen und Störungen vermeiden; Brutkasten (28 cm x 28 cm x 60 cm); Normalgelege 3 bis 4 Eier; Brutdauer 26 Tage; Nestlingszeit 11 Wochen; Altvögel meist empfindlich gegen Nistkastenkontrollen; Junge 2 bis 3 Wochen nach dem Ausfliegen selbständig.


 


Mohrenkopfpapagei

Der Mohrenkopfpapagei

Gattung: Langflügelpapageien (Poicephalus)

Beschreibung :
Der Mohrenkopfpapagei gehört zur Gattung der Langflügelpapageien, der neun Arten angehören. Er kommt in drei Unterarten vor. 1.Unterart: Poicephalus s. senegalus. Der Kopf und das Gesicht sind grau bis dunkelgrau. Die Ohrdecken sind silbergrau. Der Bauch, die Unterflügel und die Unterschwanzdecken sind leuchtend gelb. Die Schenkel und ein schildförmiges Brustband sind leuchtend grün. Der Schnabel ist dunkelgrau bis schwarz. 2.Unterart: Poicephalus s. versteri: Diese Unterart gleicht der Nominatform, das Grün an der Oberseite ist etwas dunkler und der Bauch orangerot. 3.Unterart: Poicephalus s. mesotypus. Größe: 23-24 cm, Lebensdauer: ca. 30 Jahre Gewicht 120-150 Gramm.

Unterarten :
Poicephalus s. senegalus Engl.: Senegal Parrot
2. Poicephalus s. versteri Finsch
3. Poicephalus s. mesotypus Reichenow

Verbreitung :
Verbreitung aller Unterarten: Senegal, Gambia, Guinea-Bissau und Guinea.
Mohrenkopfpapageien sind meist standorttreu und unternehmen oft nur lokale Wanderungen wegen des Nahrungsangebotes.

Lebensweise in freier Natur :
Der Lebensraum von Mohrenkopfpapageien sind offene Waldgebiete und die Baumsavanne. Er lebt außerhalb der Brutzeit allein, in Paaren oder in kleinen Gruppen von 10 bis 20 Vögeln . Der Flug ist nicht sehr schnell. Aus Gründen der Nahrungsaufnahme zieht er umher. Seine Laute bestehen aus kurzen Schreien und hohen Pfeiftönen wobei der Alarmschrei eher rauh und hart klingt. Der Bestand ist sicher, wobei Schwankungen vom Nahrungsangebot abhängen. Die Brutzeit ist von September bis November. Als Nahrung dienen dem Mohrenkopfpapagei Früchte (vor allem Feigen), Samen verschiedener Bäume, Knospen und Getreide.

Haltung in Menschenobhut :
Eine ideale Unterbringung ist eine ruhige und geschützte Voliere von 2,5 m x 1 m x 2 m; möglich ist auch ein sehr großer Kistenkäfig von 1,5 m x 0,8 m x 1,2 m. Die Temperatur bei der Überwinterung sollte nicht unter +10C° bis +12C° liegen.Zur Zuchtzeit sollte die Temperatur möglichst nicht unter +15C° fallen.

Zucht in Menschenobhut :

Der Nistkasten sollte eine Höhe von 30 cm und eine innere Breite von 25 cm aufweisen. Der Durchmesser des Einflugloches sollte 8 cm betragen. Bei den Mohrenkopfpapageien umfaßt das Gelege 3 - 5 Eier und die Eier werden 25- 28 Tage bebrütet. Nestlingszeit: Im Alter von gut 14 Tagen öffnen die Jungen die Augen. Nach drei Wochen kann man die ersten Federkiele erkennen, mit fünf Wochen kann man die ersten gelben Unterflügelfedern erkennen und eine vollständige Befiederung ist mit ca. 8 Wochen erreicht.

Ernährung in Menschenobhut :
Die Ernährung in der Gefangenschaft besteht meist aus einem Sämereiengemisch aus Kardi, Paddyreis, Weizen, Hafer, Glanz und verschiedenen Hirsesorten; Kolbenhirse. Dies kann auch gekeimt gereicht werden. Gerne werden verschiedene Obst- und Gemüsesorten, wie z.B. Weintrauben, Feigen, Pfirsiche und Äpfel; Wenn sie Futter nicht kennen oder von Jugend an nicht an Obst und Gemüse gewöhnt sind, neigen sie dazu, sich einseitig zu ernähren.


 


Der Kap Papagei


Gattung: Langflügelpapageien (Poicephalus)

Beschreibung :
Der Kappapagei gehört zu der Gattung der Langflügelpapageien. Die Art wird in 3 Unterarten eingeteilt. Die Vögel zeigen keinen Geschlechtsdimorphismus. Die Grundfarbe ist ein variables Grün. Der Kopf- und Nackenbereich kann grünlich- bis gelblich-braun, durchsetzt mit braunen Stellen, sein. Zügel und Kinn sind schwärzlich-braun. Unter Umständen wird darauf hingewiesen das im Stirnbereich rote Federn vorhanden sein können, hauptsächlich sollen dies Weibchen sein. Rücken und Flügeldecken sind schwarz mit dunkelgrünen Flecken und breiten dunkelgrünen Federsäumen. Die Brust, Bauch sowie Bürzel sind grün mit ggf. mattblauem oder grauem Anflug. Der Flügelrand sowie die Schenkelpartie ist orangerot. Die Iris ist dunkelbraun. Die Augenhaut sowie die Nasenhaut ist grau. Der große Schnabel ist hornfarben. Juvenile Vögel tragen kein orangerotes Federkleid an Flügeln und Schenkeln. Die Vögel können bis zu 33 cm groß werden, dass Gewicht liegt im Mittel bei 331 g (min. 280, max. 401). Bei der Größe und Gewicht wurden alle Unterarten mit einbezogen. Die farbliche Differenzierung der Unterarten gegenüber der Nominatform ist eher gering. Bei P. r. suahelicus liegt der Unterschied in einem eher silbergrauen bis matt-rötlichem Gefieder. Auch soll diese Art im Schnitt einen größeren Schnabel sowie eine höhere Gesamtgröße aufweisen. Nach De Grahl haben juvenile Vögel dieser Art immer ein rotes Stirngefieder. Bei P. r. fuscicollis soll das Gefieder in der Grundfärbung bläulich-grün sein. Hier sollen ebenfalls juvenile Vögel eine rötliche Stirn aufweisen.

Unterarten :
1) Poicephalus robustus robustus (existiert weiter als Kappapagei)
In der neuen Namensklatur werden folgende Arten aufgesplittert in:
2) Poicephalus robustus suahelicus (jetzt Poicephalus fuscicollis suahelicus)
3) Poicephalus robustus fuscicollis (jetzt Poicephalus fuscicollis fuscicollis)

Verbreitung :
Der Lebensraum ist verteilt über den afrikanischen Kontinent zu finden. Der Kappapagei ist in Südafrika, Sambia, Simbabwe, Mocambique, Tansania, Angola, Namibia, Nigeria, Senegal und Ghana anzutreffen. Der Bestand ist stark rückläufig.

Lebensweise in freier Natur :
Die Vögel aller Unterarten sind hauptsächlich in Wäldern und bewaldeten Savannen anzutreffen, wobei einige Vögel ihre Nist- und Schlafplätze in Bergwäldern bis zu 2000 m Höhe aufsuchen. Die Vögel sind in freier Wildbahn fast immer in Gruppen anzutreffen. Ein Gelege kann bis zu 4 Eier aufweisen.

Haltung in Menschenobhut :
Eine Voliere sollte an einem geschützten Platz stehen. Kappapageien sind gerade bei einer Eingewöhnungsphase extrem scheu. Eine Voliere sollte in der Länge mindestens 3 m aufweisen, besser wäre hier sicherlich sogar 4 m. Nur hier können die Vögel einen Strecke fliegen. Die Breite sollte hierbei bei 1,5 m und die Höhe bei 2,50 m liegen. Kappapageien vertragen Temperaturen bis zum Gefrierpunkt, es muss jedoch ein frostfreier Raum zur Überwinterung vorhanden sein. Besser ist die Vögel nicht unter +5°C zu halten.

Zucht in Menschenobhut :
Zur Zucht sollte das Brutpaar eine separate Voliere beziehen. Die durchschnittliche Nestlingszeit beträgt ca. 11 Wochen. Sie schließt sich an die Brutzeit von 28 Tagen (Durchschnitt) an. Nach dem Ausfliegen benötigen die Vögel nochmals ca. 2 Wochen bis zur Selbstständigkeit.

Ernährung in Menschenobhut :
Eine Samengemisch, bestehend aus Hafer, Weizen, Kardi, Hirse usw. auch Mais, sollte als Grundgerüst dienen. Zur Abwechslung kann man verschiedene Beeren, wie Feuerdorn und Ebereschen, Obstsorten (Apfel, Kirsche, Weintrauben,Karotten) anbieten. Feigen und Loribrei wird gelegentlich angenommen. Die Vögel nehmen jedoch überwiegend Samen anstatt Früchte.


 


Der Maximilianpapagei


Gattung: Rotsteißpapageien (Pionus)

Beschreibung :
Ca. 29cm bis 31cm groß mit einer Flügellänge von 16 bis 20cm. Das Gewicht liegt etwa bei 200 bis 250g. Männchen und Weibchen sind gleich gefärbt: die Grundfarbe ist grün, die Federn der Oberseite mit grauen Säumen. Stirn und Zügel sind schwärzlich, übrige Kopffedern grünbläulich mit blau- bis dunkelgrauen Säumen. Kinn, Kehle und Oberbrust blau, manchmal mit violettrotem Anflug. Die Unterseite ist bläulich- bis olivgrün. Die Unterschwanzdecken rot, die Außenfahnen der vier äußeren Schwanzfedern blau mit roter Wurzel. Der Schnabel ist hell hornfarben mit dunkelgrauer Basis, die Wachshaut grau. Die Iris ist dunkelbraun, der unbefiederte Augenring graubräunlich. Jungtiere sind matter gefärbt als die Alttiere, ihre Kehle und Oberbrust ist meist ohne bzw. nur wenig blau. Oft findet sich sich ein gelboranges bis rotes Stirnband, welches nach 8 bis 9 Monaten verschwindet. Das Alterskleid wird etwa im Alter von drei Jahren erlangt.

Unterarten :
Man unterscheidet vier Unterarten, die sich vor allem in der Intensitität der blauen Kehlfärbung unterscheiden:
die Nominatform Pionus maximiliani maximiliani, die vor allem den Nordosten Brasiliens bewohnt (Beschreibung s.o.);
P.m. melanoblepharus (Misiones Maximilianpapagei), die in Ost- bis Südostbrasilien, Ostparaguay und Nordostargentinien lebt. Kinn und Brustband sind mehr dunkelblau, Rücken und Unterseite dunkler grün und diese Unterart ist etwas größer (bis 31cm);
Im östlichen Mato Grosso (Brasilien) vermischt sich P.m. melanoblepharus mit P.m. siy (Bolivien-Maximilianpapagei, Grünköpfiger Maximilianpapagei), der auch das zentrale und östliche Bolivien, Paraguay und Nord-Argentinien bewohnt. Kinn, Kehle und Oberbrust dieser Unrterart sind mehr violettrot, die Grünfärbung insgesamt blasser als bei der Nominatform und mit bronzefarbener Tönung vor allem der Flügeldecken. Größe etwa 30cm.

P.m. siy vermischt in Nord-Argentinien mit der vierten Unterart P.m. lacerus (Tucuman Maximilianpapagei), dessen Brustband ausgedehnter und mehr blau ist als bei P.m. siy und der mit 31cm auch ein wenig größer ist.

Verbreitung :

Dieses südamerikanische Papagei lebt vom Nordosten Brasiliens südwärts und westwärts über Süd-Brasilien bis zum Osten Boliviens, Paraguay und den Norden Argentiniens.

Lebensweise in freier Natur :
Maximilianpapageien bevorzugen offene, laubabwerfende Wälder, Galerie- und Trockenwälder in den Tropen, haben jedoch auch baubestandenes Weideland besiedelt. Im Osten und im südlichen Teil Brasiliens bewohnen sie feuchtere subtropische Wälder und die Waldränder. Zwar bevorzugt der Maximilianspapagei das Flachland, im Südosten Brasiliens findet man ihn aber auch in bis zu 1500m Höhe. Maiximilanpapageien führen ein verstecktes Leben in den Baumkronen und verhalten sich bei der Nahrungssuche, bei der sie weit umher schweifen, sehr ruhig. Im Flug stoßen sie aber einen lauten Ruf aus, der bei Gefahr in schneller Folge und schriller Tonlage wiederholt wird Außerhalb der Brutzeit leben sie in kleinen Gruppen von meist vier bis sechs Vögeln, die sich zum Übernachten zu Schwärmen bis zu 50 Tieren sammeln. In Gegenden mit reichlichem Nahrungsangebot sind aber auch Schwärme bis zu 1000 Tieren beobachtet worden sein. Am Morgen brechen die Vögel nach einer ca. einstündigen Putz- und Schreiaktivität zur Nahrungssuche auf. Unterwegs trinken sie und fressen mineralhaltige Erde. Ihre Nahrung besteht aus Früchten (vor allem Feigen, Ficus ssp.), Beeren, Samen, Knospen und Blüten je nach jahreszeitlichem Angebot. Im Nordosten Braasiliens werden auch Araucaria-Nüsse (Araucaria angustifolis) gefressen, andernorts die Andenerle (Alnus jorullensis). Ihr Flug ist gekennzeichnet durch die tiefen Flügelschläge. In den Mittagsstunden legen sie eine Ruhephase ein, der in den Nachmittagsstunden eine erneute Fressphase folgt. Wenn die Nahrung in einem Gebiet erschöpft ist, ziehen sie in einen anderen Landstrich weiter. Aufgrund des großen Verbreitungsbegietes ist die Brutzeit regional sehr unterschiedlich: im südlichen Lebensraum beginnt die Brutzeit im September/Oktober, im Norden Dezmeber/Januar, in machen Gebieten auch erst im Februar. Während der Brutzeit bleiben nur die einjährigen Vögel im Verband zusammen, die Paare sondern sich ab. Sie wählen vorwiegend hochgelegene Baumhöhlen und Astlöcher (über 10m) als Nistplätze aus. Maximilianpapageien werden auch in Gesellschaft von Sittichen, , Prachtamazonen und Grünflügelaras angetroffen. Sie gelten nicht als bedroht: zwar gehen in einigen wenigen Küstengebieten Brasiliens mit starker Holz- und Lsdwirtschaft die Bestände zurück, doch dehnt sich insgesamt ihr Verbreitungsgebiet aus.

Haltung in Menschenobhut :

Haltung erstmalig im Londoner Zoo 1862. Maximilianpapageien wurden zwar regelmäßig importiert, doch aufgrund ihrer vergleichsweise schlichten Färbung waren die Importzahlen nur gering. Sie gelten aufgrund ihres ruhigen Charakters als sehr geeignet für die Wohnungshaltung. Meist schreien Maximilianpapageien nur in den Morgen- und Abendstunden mit recht kräftiger Stimme, doch gibt es hier auch individuelle Unterschiede. Ansonsten sind ihre Lautäußerungen recht leise. Jungvögel werden zutraulich und gewöhnen sich gut an den Menschen. Wie bei allen Papageienarten sollten sie aber stets paarweise gehalten werden. Damit Maximilianpapageien ihr Flugvermögen nutzen können, brauchen sie viel Freiflug oder sehr große Volieren. Das Gutachten über die Mindestanforderung an die Haltung von Papageien sieht für ein Paar eine Voliere von mindestens 2m Länge, 1m Breite und 1m Höhe vor. Insbesondere bei der Wohnungshaltung ist auf eine ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit (60% bis 70%)zu achten. Maximilianpapageien sind ebenso gut für die Haltung in Freivolieren mit Schutzraum geeignet. Eingewöhnte Vögel bzw. Nachzuchten sind zwar kälteunempfindlich, doch besteht wegen der fleischigen Füße Erfrierungsgefahr bei Frost. Die Mindesttemperatur im Schutzhaus sollte 10°C, besser 12°C betragen. Außerhalb der Brutzeit können Maximilinapapageien mit gleichgroßen artfremden Papageienvögeln vergesellschaftet werden.

Zucht in Menschenobhut :

Erster Bericht über eine Erfolg Zucht 1958 aus Australien. Die Zucht der Maximilianpapageien gilt als unproblematisch, ist jedoch nicht weit verbreitet. Schwierigkeiten bereitet vor allem die Zusammenstellung eines gegengeschlechtlichen Paares. Die Unterscheidung der Geschlechter anhand optischer Merkmale ist sehr ungewiß. Eine frühe Paarzusammenstellung ist für die harmonische Paarbindung von Vorteil. Die Zucht gelingt am besten in großen, ruhig gelegenen Volieren. Es gibt allerdings auch Berichte von erfolgreichen Zuchten in kleinen Boxen von 120cm Länge. 80cm Breite und 100cm Höhe. Paare sollten möglichst einzeln gehalten werden, da Maximilianpapageien während der Brutzeit agressiv gegen Artgenossen und andere Papageienarten werden können. Als Nistkästen werden sowohl Naturstammnisthöhlen als auch Nistkästen mit einer Grundfläche von ca. 28cm x 28cm und einer Höhe von mindestens 35cm angenommen. Eine Kletterhilfe im Nistkasten ist vorteilhaft, um Beschädigungen der Eier zu vermeiden. Das Einschlupfloch sollte einen Durchmesser von 6 bis 7cm haben. Die Balzspiele sind recht lang: das Männchen läuft mit gespreiztem Kopfgefieder, hängenden Flügeln und gefächertem Schwanz auf einem Ast hin und her. Bei der Kopulation stößt das Weibchen leise wimmernde Töne aus. Die Kopulation dauert oft mehrere Minunten. Die Gelege bestehen im allgemeinen aus drei Eiern, gebrütet wird meist nach der Ablage des ersten Eies. Die Jungen schlüpfen nach ca. 26 bis 28 Tagen und fliegen nach ca. 60 - 70 Tagen Tagen aus. Ca. 3 bis 4 Wochen nach dem Ausfliegen sind sie selbständig. Mit etwa drei Jahren sind die Jungvögel geschlechtsreif.

Ernährung in Menschenobhut :
Ale Nahrungsgeneralisten sind Maximilianpapageien in der Futteraufnahme in aller Regel recht vielseitig: Das Grundfutter besteht aus einer Samenmischung mit einem Sonnenblumenkernanteil von höchstens 20% (darauf ist besonders bei der Wohnungshaltung zu achten), Kardi, eventuell etwas Hanf (maximal 5%), Haferkerne, Milokorn, Dari, Buchweizen, Baumsaat, verschiedenen Hirsesorten, Glanz und Paddyreis. Beim Quell-oder Keimfutter kann zusätzlich noch Weizen, Gerste, Erbsen und Katjang verwendet werden. Neben der Körnermischung ist die tägliche Gabe von Obst, Gemüse und Grünfutter wichtig: Apfel, Birne, Pfirsiche, verschiedenes Beerenobst, Orangen, Banane, Papaya, Mango, Feigen und viele andere Sorten mehr; Karotten, Spinat, Mangold, Salat, Rote Beete, Löwenzahn, Vogelmiere etc. Schließlich Grit, Kalksteine, Sepia bzw. Vitakalk zur weiteren Mineralstoffversorgung. Zur Zucht werden neben reichlichen Mengen an Obst Gemüse und Grü+nfutter sowie Keim- und Quellfutter auch Weich- und Eifutter sowie manchmal auch Nektar, Insektenlarven und Mehlwürmer gereicht.


 


Der Grünzügelpapagei

Grünzügelpapagei (Pionites melanocephala)

Gattung: Weißbauchpapageien (Pionites)

Beschreibung :
Der Grünzügelpapagei ist grün, Stirn Scheitel und Nacken schwarz, Zügel und Streifen unter den Augen grün, Wangen und Hals gelblich, Nackenband und Bauch weiß, Handschwingen violettblau, Schwanz grün - oberseits mit gelblichen Federn. Der SAchnabel ist Schwarz und die Iris rot. Der Grünzügelpapagei hat einen nackten weißen Augenring. Die Füße sind dunkelgrau. Die Jungtiere ähneln den Alttieren, haben jedoch gelbliche Bauchfedern.

Unterarten :
Berlepsch Grünzügelpapagei
Pionites melanocephala pallida

Verbreitung :
Von Südostkolumbien über Brasilien, Guyana und Surinam

Lebensweise in freier Natur :
Der Grünzügelpapagei lebt außerhalb der Brutzeit in kleinen Gruppen Er lebt hauptsächlich in hohen Bäumen, wo er auch frißt. Brütet in hohen Bäumen. Bei Gefahr schreit er schrill.

Haltung in Menschenobhut :
Obwohl Grünzügelpapageien nicht besonders gut fliegen, sollten sie doch in einer geräumigen Voliere von mindestens 2m x 1m untergebracht sein, da sie trotzdem einen großen Bewegungsdrang haben und nicht still sitzen. Sie bewegen sich zum Teil ähnlich wie Loris.

Zucht in Menschenobhut :
Der Grünzügelpapagei brütet sowohl in Naturstämmen als auch in stabilen Rechteckkästen. Es dauert aber oft Jahre bis Paare zur Brut schreiten. Die Vögel sind frühestens mit drei Jahren Geschlechtsreif. Es werden drei bis vier Eier gelegt und ca. 25-26 Tage bebrütet. Die Nestlingszeit beträgt ca. 70 Tage.

Ernährung in Menschenobhut :
Grünzügelpapageien benötigen eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung. Bei mir besteht etwa die Hälfte des Futters aus unterschiedlichen Früchten, wobei ich alles anbiete was an Obst erhältlich ist. Da die Vögel das Obst mit dem Fuß festhalten, Stücke abbeißen und den Rest fallen lassen, bieten wir es ihnen in kleine Stücke geschnitten als eine Art Obstcocktail an. Mohrrüben und Maiskolben werden im Ganzen auf eine Ast gespießt. Da Grit- bzw. Kalksteine überhaupt nich beachtet werden, mische ich einmal wöchentlich etwas Grit unter das Obst. Die andere Hälfte des Futters besteht aus eunem handelsüblichen Papageienfutter, welches jedoch fasr nur gekeimt oder gequellt gereicht wird. Zusätzlich erhalten meine Grünzügelpapageien täglich einen kleinen Napf mit Loribrei und es ist erstaunlich mit welcher Intensität dieser Brei von ihnen aufgenommen wird. Der Napf wird regelrecht leergeschleckt. Die Grünzügelpapageien erhalten regelmäßig große frische Zweige. Die Blätter werden abgebissen und die Rinde regelrecht abgeschält bis nur noch nackte Äste übrigbleiben.


 


Der Goldbugpapagei

Goldbugpapagei - Poicephalus meyeri


Beschreibung :
Die Größe der Vögel liegt im Durchschnitt zwischen 20-22cm. Der Schnabel und die Nasenhaut ist schwarz-(grau)braun. Das Gefieder ist graubraun, wobei es schon unter Umständen als wirklich dunkel bezeichnet werden kann. Das Kopfgefieder ist mit einem gelben Fleck gezeichnet. Diese Ausprägung kann zwischen weniger stark und stark varieren. Unterbauch und Bürzel ist grün. Eine gelbe Befierdung tritt an Flügelrändern und an den Schultern auf. Die Füsse sind grau.

Unterarten :
1) P.meyeri damarensis
2) P.meyeri matchiei
3) P.meyeri reichenowis
4) P.meyeri saturatus
5) P.meyeri tranvaalensis

Verbreitung :
Zentral- und Ostafrika (Malawi, Tansania, Namibia, Äthiopien). Der Bestand ist derzeit stabil.

Lebensweise in freier Natur :
Die Vögel sind hauptsächlich in Wäldern und bewaldeten Savannen vorzufinden. Das Habitat umfasst allerdings auch Buschland. Die Vögel sind auch in größeren Schwärmen anzutreffen.

Haltung in Menschenobhut :
Eine Voliere sollte an einem geschützten Platz stehen. Die Voliere sollte in der Länge mindestens 3 m aufweisen, besser wäre hier sicherlich sogar 4 m. Nur hier können die Vögel einen Strecke fliegen. Die Breite sollte hierbei bei 1,5 m und die Höhe bei 2,50 m liegen. Es muss jedoch ein frostfreier Raum zur Überwinterung vorhanden sein. Besser ist die Vögel nicht unter +10°C zu halten.

Zucht in Menschenobhut :
Zur Zucht sollte das Brutpaar eine separate Voliere beziehen (am besten mit Sichtschutz zu anderen Papageien). Die Brutdauer beträgt zwischen 26-31 Tagen. Ein Gelege besteht meist aus 3-4 Eier.

Ernährung in Menschenobhut :
Eine Samengemisch, bestehend aus Hafer, Weizen, Kardi, Hirse usw. auch Mais, sollte als Grundgerüst dienen. Zur Abwechslung kann man verschiedene Beeren, wie Feuerdorn, Feigen, Beeren und verschiedenes Obst (Apfel, Papaya, Weintrauben usw.) anbieten. Evtl. nehmen die Vögel auch Hagebutten, was sehr zum Vorteil der Vitaminversorgung ist. Kalk und Grit sollte auch als Ernährungszugabe nicht fehlen.


 


Der Gelbwangenkakadu

Gelbwangenkakadu / Cacatua s. sulphurea

Beschreibung :
Größe: 33 cm
Männchen: Grundfarbe weiß; Ohrdecken und Federhaube kräftig zitronengelb; Unterflügeldecken und Unterschwanzdecken mit gelblichem Anflug; nackter Augenring weiß; Iris dunkelbraun; Füße grau; Schnabel schwarz-grau
Weibchen: wie Männchen gefärbt, jedoch mit rötlichbrauner Iris; durchschnittlich kleiner
Jungvögel: Gefiederfarben wie Altvögel; hellere Füße und Schnäbel; Iris bei beiden Geschlechtern dunkel, beim Weibchen beginnt die Umfärbung mit etwa 12 Monaten

Timor-Gelbwangenkakadu / Cacatua s. parvula:
wie Cacatua s. sulphurea, jedoch mit blasserem Ohrfleck
Abbott`s Gelbwangenkakadu (Mittlerer Gelbhaubenkakadu) / Cacatua s. abbotti:
wie Cacatua s. sulphurea, jedoch mit blasserem Ohrfleck; deutlich größer (ca. 40 cm)

Orangehaubenkakadu / Cacatua s. citrinocristata:
wie Cacatua s. sulphurea, jedoch mit orangefarbenem Ohrfleck; orangefarbene Federhaube; größer (ca. 38 cm)

Unterarten :
1. Gelbwangenkakadu / Cacatua s. sulphurea / Lesser Sulphur-crested Cockatoo
2. Timor-Gelbwangenkakadu / Cacatua s. parvula / Timor Cockatoo
3. Abbott`s Gelbwangenkakadu (Mittlerer Gelbhaubenkakadu) / Cacatua s. abbotti / Abbott`s Lesser Sulphur-crested Cockatoo
4. Orangehaubenkakadu / Cacatua s. citrinocristata / Citron-crested Cockatoo

Anmerkung: Die in älterer Literatur genannten Unterarten Cacatua s. occidentalis und Cacatua s. djampeana werden heute nicht mehr anerkannt, da die Schnabelgrößen (wurden ehemals als typisches Merkmal dieser Unterarten angesehen) innerhalb der einzelnen Inselpopulationen stark variieren.

Verbreitung :
Gelbwangenkakadu / Cacatua s. sulphurea: Sulawesi, Buton, Muna, Tukangbesi, Djampea, Kajuadi, Kalao, Madu und Kalaotura; eventuell auch Singapur

Timor-Gelbwangenkakadu / Cacatua s. parvula: Kleine Sunda-Inseln (mit Ausnahme von Sumba) von Lombok bis Timor und Semao sowie Nusa Penida, Indonesien

Abbott`s Gelbwangenkakadu (Mittlerer Gelbhaubenkakadu) / Cacatua s. abbotti: Insel Salembu Besar, Indonesien

Orangehaubenkakadu / Cacatua s. citrinocristata: Insel Sumba, Indonesien

Lebensweise in freier Natur :
Gelbwangenkakadus bewohnen offene Waldgebiete, Waldränder und halbtrockene Zonen mit Baumbestand in Höhen von bis zu 1200 Metern. Bei der Nahrungssuche können sie regelmäßig in den Anbaugebieten und in der Nähe menschlicher Siedlungen beobachtet werden. Nahezu sämtliche Unterarten sind mittlerweile durch den intensiv betriebenen Fang für den Vogelhandel bedroht. Auf Lombok, Nusa Penida und Salembu Besar wurden die Gelbwangenkakadus vermutlich bereits ausgerottet. Die Kakadus leben paarweise oder in kleinen Gruppen von bis zu 10 Vögeln. Auf den Nahrungsbäumen sammeln sich gelegentlich mehrere solcher Trupps. Auf Sumba werden die Gelbwangenkakadus desweiteren öfters zusammen mit Edelpapageien (Eclectus roratus) gesehen. Die Vögel übernachten vorzugsweise in den Wäldern der Berge und kehren bei Sonnenaufgang zur Futtersuche in die niedriger gelegenen Gebiete zurück. In den Baumkronen, wo die Gelbwangenkakadus bevorzugt ihre Nahrung aufnehmen, sind sie nur schwer zu erkennen. Meist wird die Anwesenheit der Vögel erst bemerkt, wenn sie mit lautem Gekreische davonfliegen. Das Futter der Gelbwangenkakadus besteht im Freiland aus Samen, Früchten, Beeren, Nüssen und Blüten. Die Brutzeit beginnt vermutlich im September. Die Nisthöhlen liegen meist in Gossampinus-Bäumen. Das Gelege besteht aus 3-4 Eiern, welche von beiden Partnern in etwa 24 Tage lang bebrütet werden. Vermutlich findet die Eiablage im Abstand von 2 Tagen statt. Zwischen dem 60. und 65. Lebenstag fliegen die Jungvögel aus, der Familienverband bleibt wahrscheinlich jedoch noch einige Zeit lang bestehen.

Haltung in Menschenobhut :
Zur Unterbringung von Gelbwangenkakadus eignet sich eine Voliere mit den Maßen 5m x 2m x 2m (Länge x Breite x Höhe). Metallkonstruktionen und ein starkes Drahtgeflecht sind unbedingt notwendig, da andere Materialien den Schnäbeln der Kakadus kaum Stand halten. Bereits akklimatisierte Vögel sollten bei mindestens 5 Grad überwintert werden. Eingewöhnte Tiere sind nur selten empfindlich und im Allgemeinen kaum anfällig für Krankheiten. Gelbwangenkakadus besitzen ein ausgeprägtes Nagebedürfnis, sie müssen ständig Zweige und auch morsches Holz in der Voliere finden. Desweiteren ist auf vielseitige Beschäftigungsmaterialien zu achten. Gelbwangenkakadus eignen sich ausschließlich für die paar- oder gruppenweise Haltung. Bei ungeeigneten Haltungsbedingungen (z.B. Einzelhaltung, Käfighaltung, Haltung in reizarmer Umgebung) neigen die Kakadus verstärkt zu Verhaltensstörungen, insbesondere zu dem allseits bekannten Rupfen. Bei der Haltung in großen und abwechslungsreich gestalteten Volieren sind Gelbwangenkakadus dagegen äußerst lebhaft, verspielt und neugierig.

Zucht in Menschenobhut :
Die Zucht gelingt regelmäßig. Zur Brut sollten die Paare aufgrund des ausgeprägten Territorialverhaltens von anderen Tieren isoliert bzw. in einem sehr großen Gehege gehalten werden. Aufgrund der gesteigerten Aggressionsbereitschaft der Hähne sollten sich zahlreiche Ausweich- und Versteckmöglichkeiten in der Voliere befinden, damit das Weibchen gegebenenfalls flüchten kann. Eventuell kann es nötig werden, dem Hahn während der Brutzeit die Schwingen zu kürzen, damit er langsamer bzw. etwas unbeholfener fliegt als das Weibchen. Manche Züchter verwenden auch Nistkästen mit zwei Ausgängen, damit die Hennen stets ausweichen können. Maße für den Nistkasten: 30cm x 30cm x 100cm. Es können auch Naturstammnisthöhlen mit einem Durchmesser von etwa 25cm verwendet werden. Da Gelbwangenkakadus die Bruthöhle mitunter sehr stark mit ihren Schnäbeln bearbeiten, können die Ränder des Einschlupfloches mit Metallblenden verstärkt werden. In dem Fall sollte jedoch reichlich anderes Nagematerial gereicht werden. Das Gelege besteht im Normalfall aus 2-3 Eiern, gelegentlich kommt es auch zu größeren Gelegen mit bis zu 5 Eiern. Die Brutdauer beträgt 24 Tage, beide Partner sind an der Brut und Aufzucht der Küken beteiligt. Nach 8-10 Wochen fliegen die Jungvögel aus. Sie sollten anschließend verhältnismäßig früh vom Elternpaar getrennt werden, da sie sonst leicht vom mitunter sehr aggressiven Hahn verletzt oder getötet werden können. In Ausnahmefällen kommt es zu 2 Bruten im Jahr.

Ernährung in Menschenobhut :
Körnerfutter, welches vor allem zur Brutzeit gekeimt gereicht werden sollte, stellt die Grundnahrung dar und sollte in etwa 50-60% der Gesamtfuttermenge ausmachen. Das Grundfutter kann sich z.B. aus folgenden Sämereien zusammensetzen: Dari, Kardi, Kürbiskerne, Kiefernsaat, Weizen, Rohreis, Buchweizen, Leinsaat, Hanfsaat, Haferkerne, Kanariensaat, Paddy-Reis, Milokorn. Nüsse können ab und zu in kleinen (!) Mengen angeboten werden, jedoch muss man immer auf die Qualität (Verpilzungsgefahr!) achten. Neben dem Körnerfutter benötigen die Tiere unbedingt Frischkost in Form von Obst, Gemüse und Grünfutter. Zur Fütterung geeignete Sorten sind z.B. Apfel, Birne, Banane, Mandarine, Orange, Mango, Erdbeere, Himbeere, Ananas, Paprika, Gurke, Karotte, rote Beete, Kresse, Vogelmiere, Gras, Löwenzahn, etc. Neben Frischkost und Körnerfutter sollte ab und zu diverses Zusatzfutter, wie z.B. frische Obstbaumzweige, Mineralstoffgaben, Grit, tierisches Eiweiß (vor allem während der Brutzeit!), halbreife Maiskolben oder auch Hirsekolben gereicht werden. Kakadus nehmen unbekannte Nahrung meist nur sehr zögerlich an, man sollte die betreffenden Futtermittel immer wieder anbieten.



 
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